Nr. Datum Uhrzeit Einsatzgrund
9 21. Jun 17:28 Schwerer Verkehrsunfall auf der BAB 3, NA Görgeshausen in Fahrtrichtung Frankfurt, bei km 98,5
8 1. Mai 14:00 Absicherung des Kirmesumzuges in Görgeshausen
7 12. Apr 09:15 Auslösung der BMA im XXXLutz Müllerland in Görgeshausen
6 31. Mrz 18:40 Großbrand einer Lagerhalle der Fa. Mogat in Nentershausen, Lahnstraße
5 18. Feb 23:13 Umgestürzter Baum auf der K164 in Richtung Niedererbach
4 19. Jan 15:25 Gefahrstoffaustritt an einem Lkw in einer Parkbucht kurz vor Nentershausen
3 18. Jan 07:06 Schwerer Verkehrsunfall mit Gefahrgut-Lkw auf der BAB 3, in Höhe der AS Diez in Fahrtrichtung Frankfurt
2 16. Jan 18:59 Fahrzeugbrand auf der BAB 3, NA Görgeshausen in Fahrtrichtung Frankfurt
1 8. Jan 16:19 Ölspur auf der Brunnenstraße in Görgeshausen

9 - Verkehrsunfall Lkw auf BAB3


6 - Großbrand einer Lagerhalle

Bericht der Rhein-Zeitung                 Bericht von 56 Aktuell

(Bilder teils von FFw Nentershausen)


4 - Gefahrstoffaustritt an Lkw

Gefahrstoff-Lkw gestoppt: Schwefel-Reste sorgen für doppelten Feuerwehreinsatz im Westerwald und Wiesbaden

Kleine Tropfen, große Wirkung – so lässt sich ein Großaufgebot von Feuerwehr, Polizei und Deutschem Roten Kreuz am Mittwochnachmittag in Nentershausen und in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden zusammenfassen.

Nentershausen/Wiesbaden. Der Fahrer eines Lkw-Transporters aus den Niederlanden hatte zuvor gegen 14 Uhr eine mobile Biogasreinigungsanlage im Industriepark Wiesbaden aufgeladen, um diese zurück in seine Heimat zu transportieren. Schon während der Abfahrt auf dem Gelände und den umliegenden Straßen verlor der Lkw laut des Industrieparkbetreibers InfraServ Wiesbaden schwefelhaltige Spülreste. Während der Austritt der Flüssigkeit bereits in Wiesbaden für Straßensperrungen und einen Großeinsatz der Feuerwehren sorgte, war der niederländische Lkw bereits auf der Autobahn 3 in Fahrtrichtung Köln unterwegs, wo er weiterhin Teile der Flüssigkeit verlor. Die Polizei schaffte es telefonisch den leicht verdutzen Niederländer gegen 15.20 Uhr an der Anschlussstelle Diez/Nentershausen von der A 3 zu einer Haltebuch an der Landesstraße 318 unmittelbar am Ortseingang von Nentershausen zu lotsen.

Da zunächst unklar war, ob von der austretenden, weißen Flüssigkeit eine Gefahr ausging, wurde ein Gefahrstoffgroßalarm für die Feuerwehren des Westerwaldkreises ausgelöst. So waren binnen kürzester Zeit neben der Wehrleitung der Verbandsgemeinde Montabaur und den Brand- und Katastrophenschutz-inspekteuren des Westerwaldkreises die Freiwilligen Feuerwehren aus Nentershausen, Görgeshausen, Montabaur, Heiligenroth sowie Ransbach-Baumbach mit dem dort stationierten Abrollbehälter Gefahrgut sowie das Deutsche Rote Kreuz vor Ort.

Nach einer nähergehenden Erkundung und Rücksprache mit dem Lkw-Fahrer und der Feuerwehr in Wiesbaden konnten die Feuerwehren feststellen, dass nahezu keine Gefahr von den Schwefel-Spülresten ausging. Die Feuerwehren banden trotzdem vor Ort unter Atemschutz die austretenden Stoffe und reinigten Teile des Lkws.

Nach etwas mehr als einer Stunde konnte die Vollsperrung der L318 zwischen der Autobahnauffahrt Diez/Nentershausen Richtung Köln und der Lahnstraße in Nentershausen wieder aufgehoben werden. Der Verkehr wurde in der Zwischenzeit über Eppenrod und Niedererbach umgeleitet. Der Lkw-Fahrer durfte noch am Nachmittag die Weiterfahrt in Richtung der Niederlande antreten. (aeg)

Rhein-Zeitung vom 19.01.2022

(Bilder teils von Rhein-Zeitung)


3 - Verkehrsunfall mit Gefahrgut-Lkw auf BAB3

Gefahrgutlaster kracht in Strommast: Unfall auf der A3 sorgt für lange Staus im Westerwald

Für einen kilometerlangen Stau auf der A 3 und volle Landstraßen sorgte am frühen Dienstagmorgen ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Gefahrguttransporter an der Anschlussstelle Diez/Nentershausen. Vor allen Dingen die Ladung versetzte die Einsatzkräfte zunächst in erhöhte Alarmbereitschaft. Die Räumungs- und Bergungsarbeiten werden sich wohl bis Mittwochnacht hinziehen.

Diez/Nentershausen. Gegen 6.50 Uhr war ein 56-Jähriger Lkw-Fahrer einer Spedition aus Bergisch Gladbach unterwegs auf der Autobahn 3 in Fahrtrichtung Frankfurt am Main. Auf dem Sattelschlepper hatte er am frühen Morgen Behälter mit rund 20 Tonnen leicht entzündlicher Druckfarbe in Siegburg geladen, die laut Angaben der Feuerwehr zum Weitertransport nach Italien gedacht waren.

Auf Höhe der Anschlussstelle Diez/Nentershausen geriet der Lkw-Fahrer mit seinem Sattelschlepper nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet hinter die Leitplanke. Hier fuhr er rund 200 Meter durch den Straßengraben, ehe der Lkw gegen einen Betonmast einer Hochspannungsleitung knallte, der Sattelschlepper zum Stehen kam und sich den Dieseltank aufriss. Der Lkw-Fahrer, der sich selbst nicht mehr an das Unfallgeschehen erinnern konnte, wurde leicht verletzt vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert. „Der Lkw-Fahrer hatte mehr als 1000 Schutzengel“, erklärte der stellvertretende Wehrleiter der Verbandsgemeinde Montabaur, Hans-Joachim Klimke an der Unfallstelle. Da aufgrund der Gefahrgutkennzeichnung des Unglückslasters und der Nähe zur Stromleitung zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht, wurde die A3 in Fahrtrichtung Frankfurt am Main, die Anschlussstelle Diez/Nentershausen in Richtung der Mainmetropole sowie der angrenzende Parkplatz des Möbelhauses XXL Lutz Müllerland für eine Stunde voll gesperrt.

Nach einer ausgiebigen Erkundung konnten die alarmierten Feuerwehren aus Nentershausen, Görgeshausen, Montabaur und Heiligenroth sowie die VG-Wehrleitung dann allerdings feststellen, dass die Container-Behältnisse, in denen die Druckfarbe gelagert war, durch den Unfall nicht zu Schaden gekommen waren und keine Gefahr für die Allgemeinheit bestand.

Hiernach konnte die Autobahn in Fahrtrichtung Frankfurt am Main auf Höhe der Unfallstelle gegen kurz nach 8 Uhr wieder auf zwei Fahrspuren geöffnet werden. Um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden und Unfallgaffern keine Blicke auf den Unglücksort zu ermöglichen, kamen die bei der Autobahnmeisterei Heiligenroth stationierten Sichtschutzäune zum Einsatz. Nachdem sich am Morgen zunächst im einsetzenden Berufsverkehr der Rückstau aufgrund der Vollsperrung über 17 Kilometer bis hinter das Dernbacher Dreieck zurückgestaut hatte und auch die Umleitungsstrecken in Richtung Limburg an der Lahn über längere Zeit überlastet waren, normalisierte sich der Verkehr bis gegen 10.30 Uhr wieder weitestgehend.

Die Bergung des Farbenlasters und die Sperrung der Anschlussstelle Diez/Nentershausen in Fahrtrichtung Frankfurt am Main dauerte unterdessen bis weit in die Mittagsstunden an. Aufgrund der direkt über der Unfallstelle verlaufenden 30 Kilovolt-Hochspannungsleitung mussten die zuständigen Energienetze Mittelrhein zunächst dafür sorgen, dass die Stromleitungen abgestellt wurden. „Der Betonmast hat keinen Schaden genommen. Im Zuge der Bergung dieses Lkw wurde die betroffene Strecke abgeschaltet von der Netzleitstelle. Das hatte aber keine Auswirkungen auf die Stromversorgung. Alle Orte, die versorgt werden über diese Strecke, wurden über andere Stationen weiterversorgt“, erklärte Eva Hoffend von der Pressestelle der Energieversorgung Mittelrhein, zu der die Energienetze Mittelrhein gehören.

Der Sattelschlepper wurde zunächst von einem Bergungsunternehmen entladen, ehe der Sattelschlepper aus dem Graben geborgen werden konnte. Hierfür musste die komplette Leitplanke im Unglücksbereich demontiert werden. Die alarmierten Feuerwehren sorgten in der Zwischenzeit für den nötigen Brandschutz vor Ort. Zudem war auch der DRK-Ortsverein Montabaur sowie die Autobahnmeisterei weiterhin im Einsatz.

Nach der Bergung des verunglückten Sattelschleppers wurde das Erdreich, in das mehrere Dutzend Liter Diesel eingedrungen sind, komplett ausgebaggert sowie ausgetauscht und die Leitplanken anschließend wieder montiert. Die Autobahnpolizei Montabaur ging am Dienstagmittag davon aus, dass sich diese Arbeiten bis in die Nacht zum Mittwoch hinziehen könnten. Erst hiernach würde die gesperrte Anschlussstelle Diez/Nentershausen wieder für den Verkehr freigegeben. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf einen mittleren Sechstelligen Eurobetrag. (aeg)

Rhein-Zeitung vom 18.01.2022


2 - Fahrzeugbrand auf BAB3

Fernbus strandet im Westerwald: Reisende müssen wegen Motorschaden stundenlang warten

Zu einem Einsatz der eher ungewöhnlichen Art kam es am frühen Sonntagabend am Elzer Berg auf der A3. Gegen 18.30 Uhr musste ein Fernbus des Anbieters Flixbus mit 28 Passagieren an Bord auf der A3 unmittelbar hinter der rheinland-pfälzisch/hessischen Landesgrenze auf dem Standstreifen anhalten. Dichter Qualm drang aus dem Motorraum und das Gefährt war nicht mehr fahrbereit.

Görgeshausen/Nentershausen. Da zunächst ein Feuer nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Nentershausen, Görgeshausen und Limburg an der Lahn zur Einsatzstelle in Fahrtrichtung Frankfurt am Main alarmiert. Vor Ort konnte eine geplatzte Ölleitung festgestellt werden, die im kompletten Motorraum Öl verteilte und so für die immense Rauchentwicklung sorgte.

Da der Fernbus nicht mehr fahrbereit war und auf die Schnelle von Flixbus kein Ersatzbus vor Ort sein konnte, wollten die Einsatzkräfte die Passagiere nicht bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt am Fahrbandrand der A3 im Kalten warten lassen. Kurzerhand organisierten die Einsatzkräfte das Bürgerhaus im nahegelegenen Nentershausen als Notunterkunft, wo die 28 Frauen und Männer samt Gepäck mit Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr hingefahren werden konnten.

Das DRK Nentershausen sorgte gemeinsam mit den Floriansjüngern der Westerwaldgemeinde im großen, beheizten Saal des Bürgerhauses dann kurzerhand für die Versorgung mit heißem Kaffee, Wasser und Softgetränken, um die Wartezeit zu überbrücken. Nach weit mehr als drei Stunden Wartezeit und der Gewissheit, dass Flixbus doch keinen Ersatzbus in Richtung Westerwald auftreiben konnte, traten die gestrandeten Reisenden per Taxis die Weiterfahrt in Richtung Frankfurt am Main an. Erst nach mehr als vier Stunden war der Einsatz für die zwischenzeitlich bis zu 45 Einsatzkräfte beendet. (aeg)

Rhein-Zeitung vom 17.01.2022